Für so manche Eltern….

In einer Welt, die davon ausgeht, alle besitzen die Talente einer Katze seine Kinder zu begleiten, die weit weg davon sind, weil ihre die eines Fisches gleichen. Ist ein Weg, der oft sehr steinig ist, auf den du das Gefühl hast du bist ganz alleine unterwegs und manchmal ist da sogar der Glaube gewesen wir sind Aussätzige. Ja, das hört sich schlimm an, aber diesem System, von dem zwar alle schreien es gehört geändert wird mehr als brav gefolgt. Schau wie schlau mein Kind ist, es kann alles was es in der Schule gelehrt bekommt, es kann sogar schon mehr und dazu kam dann oft der Anhang und was hat eure auf die Schularbeit, den Test…. Ausgrenzung auf moderne Art und Weise und das nicht nur von den Kindern, auch die Eltern spielen da ganz intelligent mit. Jetzt ist da nicht nur der mühsame Weg durch den Schulstoff, auch durch die Bewertungen, die Urteile,… der anderen.

 

Wir haben Schulbeginn und für viele ist es nicht einfach, tragen das aber nicht nach außen, machen das meist mit sich, in der Familie aus.  Durch ein Gespräch und die Umstände die ich/ wir gerade erleben habe ich in den letzten Tagen die Schuljahre unserer Kinder revue passieren lassen. Darum möchte ich mit meinen Zeilen allen Mut machen, die sich darin wieder finden.

 

Als unsere jüngere Tochter in die erste Klasse kam, war sie ein Sonnenschein, sie glaubte die ganze Welt liebt sie und das Entdecken mit allen Sinnen geht weiter. Das hat sie bis dahin so geliebt und war schnell im Begreifen, wenn sie probieren konnte. Mit drei Jahren Radfahren mit vier Jahren schwimmen, auch Masche binden war im ersten Kindergartenjahr kein Problem. Ihre Feinmotorik war mehr als gut ausgeprägt, das bestätigte ihr damals auch der Aufnahmetest in der Volkschule, eines der letzten Erfolgserlebnisse der Schullaufbahn. Dann kam sie in die Erste Klasse Volkschule und nicht einmal nach drei Monaten hieß es, Verdacht auf Legasthenie. Es folgten Tests, die feststellten, dass es ist nicht nur Legasthenie, sondern auch Dyskalkulie und ADHS ist. Das hieß wöchentliches Training bei einer Trainerin, jeder Samstagvormittag ging dafür drauf, wo doch das Wochenende so heilig für die Bewegung war, auch finanziell gesehen war es nicht ohne. Dann sprach das ganze nicht so an wie gewünscht, bzw. wie die Vorgaben des Lehrplanes waren. Es wurde uns geraten zum Psychologen zu gehen. Das war für mich der Punkt, wo ich wirklich nicht mehr mitspielen wollte. Ich erklärte der Trainerin, sie soll ihr bitte die Zeit geben, für ihr Tempo, wie kommt man nur dazu überall alle Kinder in einen Topf zu werfen, alles in eine Norm zu pressen. Genau so erklärte ich ihr das ich nicht glaube das unser Kind ADHS habe, sie hat nur einen vermehrten Bewegungsdrang, denn sie seit Schulbeginn sehr einschränken muss und dann ist es kaum wunderlich das sie nervös wird beim Sitzen. Ich begleite unser Kind seit der Geburt und lernte es so jeden Tag besser kennen, so weiß ich auch was sie gerne macht, kann und braucht.

 

Ich habe mich nach vielen alternativen Methoden umgesehen, die uns so halbwegs durch die Schulzeit brachten. Das hat viel Zeit in Anspruch genommen und viel Geduld gekostet, wer hat das noch in dieser Zeit, in der Zeit sowieso ein kostbares Gut ist.

Nach neun Schuljahren begann ein neuer Lebensabschnitt, eine Lehre, die ihr Spaß machte, wo sie ihre Stärken ausleben konnte. Jetzt mit 20 Jahren hat sie die Meisterprüfung geschafft und beginnt einen Weg in die Selbständigkeit, auf den ich ihr von Herzen alles GUTE wünsche, möge sie viele Menschen berühren durch ihre Liebe zum Tun und ihr Funkeln in den Augen, das sie in all den Jahren Gott sei DANK nicht verloren hat.

Also liebe Eltern, die sich hier wiederfinden, habt Vertrauen in eure Kinder, zeigt ihnen das ihr sie liebt, wertschätzt für das was sie sind und nicht für das was sie können und leisten. Begleitet sie in ihrer Einzigartigkeit, habt Geduld mit ihnen und auch mit euch. Begebt euch auch auf den Weg durch eure eigene Schulzeit, arbeitet Themen auf, die da entstanden sind. Lasst das Außen reden, erzählen, werten, … nehmt das nicht persönlich, im Grunde haben die nicht diese Kraft die ihr habt. Es ist im Grunde eine Ehre solch einen Weg gehen zu dürfen. Ihr lernt mit euren Kindern, ihr wächst mit ihnen, ihr entwickelt euch und wenn ihr euch wirklich einlasst gewinnt ihr mehr als ihr glaubt.

 

So wünsche ich allen Eltern und Schülern ein bereicherndes und gutes Schuljahr. Möge die Welt wieder mehr sehen welch wundervolle und besondere Vielfallt in unseren Kindern liegt und diese fördern und zum Aufblühen verhelfen.