Morgenritual

 

Wenn wir Morgenritual hören denken wir sofort an Zeit haben, viel Zeit haben und das am Morgen wo wir uns fertig machen sollen für die Arbeit, die Kinder in den Kindergarten oder in die Schule müssen. Da dann Zeit finden für so etwas, nein das geht kaum. Warum soll es eine Meditation sein, ein sitzen für eine viertel Stunde oder länger. Das geht anders und noch dazu ganz gut. Ich brauche im Grunde nur fünf Minuten für mich ganz alleine, die nehme ich mir wenn noch alle schlafen und fünf Minuten früher aufstehen ist im Grunde nicht schlimm, die kann ich gut entbehren von meinem Schlafpensum 😉 Da gehe ich raus in den Garten begrüße den Tag, atme die frische Luft ein, nehme die Stille wahr und bitte um Segen. Jeder Morgen ist so besonders und anders und durch die tiefen Atemzüge werde ich wach und spüre meinen Körper der sonst immer lange gebraucht hat bis er einsatzbereit war, ich wirklich vom Reich des Schlafes wieder zurück war. Dann drinnen ziehe ich mir eine Tageskarte und widme ich mich schon dem Frühstück. Beim Aufräumen der Küche verglimmt dann meist ein wenig Räucherwerk auf einem Stövchen und das ganz still ohne Radio, nur ich, das Geschirr und der klärende Rauch. Wir Frauen sind meist sehr gefordert, haben schon, wenn wir das Haus verlassen, bzw. sich zu unserer Arbeit setzen, so viel erledigt, das wir eigentlich schon wieder die erste Pause machen könnten.

 

Es braucht keine Meditation am Morgen im Schneidersitz, es braucht ein bewusstes Tun und das begleitet von etwas das uns guttut. Das dann täglich gemacht, wird zum Ritual – zur Routine. Meditation geschieht dann, wenn ich in dem was ich tue versinke, ich eins werde, kein vorher und nachher gibt nur das was ich gerade mache. Der schöne Nebeneffekt dabei ist, dass die Zeit nicht schneller vergeht, das tut sie meist dann, wenn wir mit unseren Gedanken schon wieder bei etwas anderem sind, als das was wir gerade tun.

 

Ich hoffe ich konnte dich ein wenig inspirieren und vielleicht gibt es ja dann schon morgen deine Morgenritual.